• Energiearmut lindern – soziale Innovation stärken

Schneider Electric und Ashoka suchen innovative Organisationen zur Bewältigung von Energiearmut

Wien, 28. Juni 2017: Sinkende Einkommen, steigende Energiekosten und schlechte Energieeffizienz sind die Hauptursachen für Energiearmut. In Österreich sind die Folgen zunehmend zu spüren: 2015 gab es laut E-Control rund 22.500 Abschaltungen bei Strom und knapp 6.000 bei Gas. Hauptgrund für Abschaltungen sind nicht-bezahlte Rechnungen. Laut einer Untersuchung der Statistik Austria im Auftrag der E-Control waren 2014 3,1 Prozent der österreichischen Haushalte (rund 117.000 Haushalte) energiearm. Laut einer Schätzung des europäischen Parlaments sind in Europa zwischen 50 und 125 Millionen Menschen von Energiearmut betroffen. Elektrizität und Wärme sind für sie nicht bezahlbar – mit gravierenden Folgen für Wohlbefinden und Gesundheit. Bisher steckt die Diskussion zu dem Thema hierzulande jedoch noch in den Kinderschuhen. 

Steigende Energiekosten, Stromsperren und die dadurch stark eingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und sozialen Austausch sind die offenkundigen Anzeichen von Energiearmut in den entwickelten Ländern Europas. In vielen afrikanischen Ländern ist es hingegen nicht nur die finanzielle Situation einzelner Familien, die die Stromlieferung stoppt. Es gibt schlicht und einfach keinen Strom. Und hier setzt ein Gedanke an, den Schneider Electric, der globale Spezialist für Energiemanagement und Automatisierung, mit den Projekten seiner Stiftung, der Schneider Electric Foundation, unterstützt: Energie als Menschenrecht festzuschreiben. Einen starken Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Realisierung von Projekten, die gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Kompetenzen überwinden, hat Schneider Electric in der NGO Ashoka gefunden. 

Gemeinsam suchen Ashoka und die Schneider Electric Stiftung nun 15 innovative Organisationen, die mit ihren Projekten zur Bewältigung von Energiearmut in Europa beitragen. In dem Programm „Social Innovation to Tackle Fuel Poverty“ werden in fünf europäischen Ländern Initiativen ausgewählt und gefördert, die kreative, tiefgreifende Lösungen zur Milderung von Energiearmut und zur Steigerung von Energieeffizienz umsetzen. Die ausgezeichneten Initiativen werden Teil des „Tackle Fuel Poverty Programms“ und nehmen an einem zwölfwöchigen persönlichen Mentoring-Programm teil, in dem eine effektive Skalierungsstrategie für die eigene Organisation ausgearbeitet wird. Sie werden auf der Klimakonferenz COP23 im November 2017 in Bonn öffentlich bekannt gegeben und stellen zum Ende des Programms ihre erarbeiteten Skalierungsstrategien auf einer internationalen Abschlusskonferenz in Rom vor.

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