Technische FAQs

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Welche Hinweise sind zur DEA202 im Zusammenhang mit der Baugruppe BKF102 zu beachten ?

Ein DEA202-Magazin ist ein Interbus-S-Teilnehmer, der sich von allen anderen Interbus-S-Baugruppen unterscheidet.
Ein DEA-Magazin besitzt keinen festen ID-Code.
Der Längenanteil des ID-Codes wird durch die Sollbestückung aus der BES-Liste bestimmt.
Somit muss die Sollbestückung einem DEA-Magazin zu Beginn der Interbus-S-Initialisierung übermittelt werden,
sodass sich das DEA-Magazin mit dem richtigen ID-Code am Interbus-S melden kann.
Diese Übermittlung kann nur bei einem lauffähigen Interbus-S geschehen.
Man braucht also schon zum Beginn der Interbus-S-Initialisierung
(z.B. beim  Programmladen, Spannungswiederkehr im Grundmagazin,
Rekonfiguration ( per   SFB499 BKFINI  nach Busfehlern ..... )) eine lauffähige Konfiguration.  
Um Probleme in diesem Zusammenhang zu vermeiden,  ist darauf zu achten,  dass bei Konfigurationen mit DEA202-Magazinen der Interbus-S zum Initialisierungszeitpunkt physikalisch lauffähig ist.
Dieses bedeutet, dass kein offenes Ende im Interbus-S-Anschluß sein darf und
dass alle angeschlossenen Interbus-Teilnehmer unter Spannung stehen müssen.
Dieses Verhalten ist auch nicht durch die Gruppenvorgaben ( ab AKF125 V7.3 ) beeinflussbar,
da die Gruppenvorgaben erst auf einen komplett konfigurierten Interbus-S anwendbar sind.
Das besondere Verhalten der DEA202 soll an 2 Beispielen erläutert werden:      

1. Eine Interbus-S-Konfiguration ohne DEA202 mit einem offenen Kabelende im Fernbusstich
   (Kabel am Modul eingangsseitig abgezogen) ist normalerweise konfigurier- und startbar.
Der Fernbusabzweig mit dem offenen Kabelende ist dann als Gruppe abgeschaltet, BSA leuchtet und der Interbus-S läuft.     
Ist in der Restkonfiguration allerdings noch mindestens ein weiteres DEA202-Magazin vorhanden
( egal ob im Fernbus oder im Fernbusstich )
lässt sich der Interbus-S nicht konfigurieren,  da der Interbus-S mit offenem Kabelende nicht lauffähig ist
und somit die Festlegung der ID-Codes der DEA202-Magazine nicht möglich ist.      

2. Ist zum Initialisierungszeitpunkt des Interbus-S die Spannung eines DEA202-Magazins in einem Fernbusstich abgeschaltet,
    entspricht dies einem offenen Ende im Stich.
Ist in der Restkonfiguration kein weiteres DEA202-Magazin vorhanden, geht der Interbus-S in Betrieb.
Der Fernbusabzweig mit dem offenen Kabelende ist dann als Gruppe abgeschaltet, BSA leuchtet.     
Anschließend wird die Spannung der DEA202 eingeschaltet und die Rekonfigurationstaste der zugehörigen Busklemme betätigt.     
Wurde der DEA202 keine Sollbestückung übermittelt,  meldet sie sich mit der aus der Istbestückung resultierenden Datenlänge am Interbus;
die EA-Ebene des Magazins ist aber gesperrt.

Dann sind 2 Fälle möglich:          
---   Entspricht die Istdatenlänge des DEA-Magazins der Solldatenlänge aus der BES-Liste, 
        ist der ID-Code des DEA-Magazins in Ordnung;  der Stich geht in Betrieb. 
       Die EA aller Stichteilnehmer außer dem DEA202-Magazin sind betriebsbereit.       
       Die DEA202-EA bleiben gesperrt, da sie keine Sollbestückung erhielten.
      
---   Entspricht die Istdatenlänge des DEA-Magazins nicht der Solldatenlänge aus der BES-Liste,  tritt ein Fernbusfehler auf,
       da der ID-Code des DEA202- Magazins ( aus der Istbestückung ) nicht der Sollbestückung des Fernbusstichs
       entspricht.        
       Ab AKF125 V7.3 ist anschließend ist der Interbus-S wieder im Ganzen startbar.                                               
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